Judo ist wohl die bekannteste Kampfkunst, die es zur Zeit auf der Welt gibt

In mehr als 150 Ländern der Welt wird die von Prof. Jigaro Kano entwickelte Sportart ausgeübt. Erst seit diesem Jahrhundert wurde Judo wettkampfmäßig angepasst, so dass die gefährlichen Elemente der Selbstverteidigung entfernt wurden. Das von Prof. Kano entwickelte Judo basiert auf dem Prinzip vom "Siegen durch Nachgeben". Ging es bislang in den Sportarten um die Selbstverteidigung, so ist Judo eine ganzheitliche Lehre für Körper und Geist. Zwei philosophische Grundprinzipien liegen dem zu Grunde:

  1. Das gegenseitige Helfen und Verstehen zum beiderseitigen Fortschritt und Wohlergehen (jita-kyoei).
  2. Der bestmögliche Einsatz von Körper und Geist (sei-ryoku-zenyo).


Judo wurde an verschiedenen Schulen in Japan unterrichtet. Kano musste sich den Veränderungen der japanischen Zivilisation anpassen. "Sein Judo" setzte sich allerdings erst durch, als seine Schule, die man heute als "Kodokan" - Ort zum Studium des Weges - kennt, sich gegen die altbewährten Schulen durchsetzte. Von dort an hielt es seinen Siegeszug.

In Europa wurde Judo zu Beginn des vorigen Jahrhunderts bekannt

1906 besuchten japanische Kriegsschiffe Deutschland, der japanische Kaiser demonstrierte einen Ausschnitt aus den Künsten seiner Sportler. Kaiser Wilhelm II. war begeistert und ließ seine Soldaten ebenfalls unterrichten. Der wohl bekannteste deutsche Sportler war Erich Rahn, auch Alfred Rhode zählt zu den Mitbegründern des heutigen Judo. Bis 1948 war Judo in Deutschland verboten. 1951 wurden die ersten Deutschen Meisterschaften in Frankfurt abgehalten.
Und so begann der Siegeszug einer Sportart, die vielmehr dadurch besticht, zu dem "sanften Weg " zu gehören.